Wie löscht man Flash Cookies?

adobe-flash-player-cookiesCookies tragen erheblich dazu bei, die Anonymität eines Internetnutzers herabzusetzen. Während normale Web Cookies vom Browser gesetzt werden, wenn sich ein Nutzer auf bestimmten Websites aufhält, handelt es sich bei Flash Cookies um besondere Dateien, die vom Flash Player angelegt werden. Diese Dateien enthalten oftmals Informationen über Anmeldedaten sowie über die individuellen Seiteneinstellungen. Da derselbe Flash Player von mehreren Browsern genutzt wird, sind Flash Cookies in der Regel browserunabhängig. Das bedeutet, dass es mithilfe von Flash Cookies möglich ist, das Surfverhalten eines Nutzers unabhängig davon auszuspionieren, welchen Browser er gerade verwendet. Ein weiterer Unterschied im Gegensatz zu normalen Cookies besteht darin, dass Flash Cookies für eine unbegrenzte Zeitdauer gespeichert werden können. Zudem gibt es für diese Art der Cookies keine Größenbeschränkung, während Web Cookies auf etwa 4000 Zeichen beschränkt sind.

Ebenso wie Web Cookies werden auch Flash Cookies häufig für Online-Marketing verwendet. Viele Nutzer haben schon bemerkt, dass sie, nachdem sie ein bestimmtes Produkt angesehen haben, plötzlich auf anderen Websites Werbung zu diesem Artikel erhalten. Dafür lesen die Werbe-Scripts die Informationen der Cookies aus, sodass benutzerangepasste Werbeeinblendungen geschaltet werden können. Wer sich vor derartigem Online-Marketing schützen möchte, kommt nicht darum, neben den Web Cookies auch die Flash Cookies regelmäßig zu löschen.

Normale Cookies werden direkt im Browser entfernt. Hier kann auch festgelegt werden, dass bestimmte Cookies gar nicht erst angelegt werden dürfen. Mit Flash Cookies verhält es sich jedoch etwas anders. Da diese direkt vom Adobe Flash Player angelegt werden, können sie nicht im Browser gelöscht werden. Für diesen Zweck gibt es das „Website Storage Settings Panel“ auf einer speziellen Support-Website von Adobe, das unter folgender URL aufgerufen werden kann:
http://www.macromedia.com/support/documentation/de/flashplayer/help/settings_manager07.html

Dort hat der Nutzer die Möglichkeit, unterschiedliche Einstellungen zum Adobe Flash Player selbst vorzunehmen. Darüber hinaus hilft das Tool dabei festzustellen, welche Flash Cookies bereits angelegt wurden und welche Spuren somit auf der Festplatte hinterlassen wurden. Ein Klick auf den Button „Alle Webseiten löschen“ genügt, damit nach einer erneuten Bestätigung alle Flash Cookies vom Computer entfernt werden. Mit diesem Support-Tool können Internetnutzer auch bestimmen, dass Flash Cookies von Vornherein nicht akzeptiert werden.

Ausnahmen stellen dabei der Internet Explorer 10 in Windows 8 sowie der Google Chrome dar. Da der Flash Player bei diesen Browsern direkt als Plug-in eingebaut ist, werden alle Flash Cookies wie normale Web Cookies behandelt. Internetnutzer, die nur mit diesen beiden Browsern im World Wide Web surfen, können Flash Cookies daher direkt im Browser löschen und müssen nicht das Support-Tool von Adobe verwenden.

Wer sich umfassend vor Online-Marketing schützen möchte, hat darüber hinaus die Möglichkeit, ein Virtual Privat Network (VPN) zu verwenden. Dabei wird der vollständige Datenverkehr eines Nutzers über einen verschlüsselten VPN-Server umgelenkt, sodass er eine andere IP-Adresse erhält. So gelingt es, die gängigen Marketing-Maßnahmen zu umgehen, die häufig mithilfe der IP-Adresse eines Users arbeiten. Wechselt diese IP-Adresse immer wieder, wie das bei der Verwendung eines VPN in der Regel der Fall ist, ist es nicht mehr möglich, die Surfaktivitäten einem bestimmten Nutzer zuzuordnen. Bekannte Anbieter von VPN-Diensten sind beispielsweise HideMyAss, IPVanish, vyprVPN und StrongVPN.

Rezension schreiben